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Projekt

Zielsetzung

Die Konzeption zur Ausstellung „Schule und Revolution in Leipzig – Nur weil Demokratie draufsteht ist nicht gleich Demokratie drin“ wurde zusammen mit Lehramtsstudierenden in einem Projektseminar an der Universität Leipzig entwickelt. Sie richtet sich an Studierende, Lehrkräfte und ihre Schulklassen sowie an die historisch und bildungspolitisch interessierte Öffentlichkeit.

Die Ausstellung soll dazu beitragen:

  • ausgewählte Leipziger Schulen im Spannungsfeld zwischen Demokratie und Diktatur museal-sinnlich erlebbar werden zu lassen
  • für die Fragilität demokratischer Strukturen in Schule und Unterricht zu sensibilisieren
  • das reichhaltige reformpädagogische Erbe in der Leipziger Schullandschaft zu dokumentieren und eine kritisch-reflexive Auseinandersetzung damit zu ermöglichen
  • die Unterschiede der beiden Revolutionen und ihrer Auswirkungen auf die Leipziger Schulen zu erkennen
  • sich selbst aktiv für demokratiepädagogische Schulreformen zu engagieren.

Aktuelle digitale Erweiterungen durch studentische Projekte und Vernetzungen mit demokratiepädagogischen Schulen in Leipzig sind ausdrücklich erwünscht.

Inhalt

Die digitale Ausstellung besteht aus fünf Bausteinen. Diese können nacheinander oder auch einzeln – je nach thematischem Interesse – besucht werden. Ein Zeitstrahl im Hintergrund bietet eine Orientierung nach Jahreszahlen. Stadtpläne aus der jeweiligen Epoche ermöglichen eine räumliche Verortung des Geschehens innerhalb der Stadt Leipzig (siehe Kartensymbole in der linken Menüleiste).

In den Bausteinen wird ergänzend zu den beschreibenden Kurztexten und originalen Textquellen eine Vielzahl von digitalisierten Quellen präsentiert:

  • mehr als zweihundert Bilddokumente (historische Fotografien) 
  • cirka 300 Abbildungen von Exponaten (originale Exponate, historische Aktenbestände, Postkarten, Stadtpläne, handschriftliche Dokumente, Flyer, Plakate, Bücher etc.)
  • 50 historische Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträge

Zudem können über Links weitere vertiefende Quellen aufgerufen werden:

  • 5 fiktive Interviews und 1 Interview mit Zeitzeugen in der Zeit ab 1918 ( z.T. eingesprochen)
  • 16 Kurzbiografien zu den Protagonistinnen und Protagonisten in der Zeit ab 1918
  • 5 Interviews mit Zeitzeugen ab 1989 (schriftlich)
  • 4 Film- und Tonaufnahmen zur Revolution ab1989
  • weiterführende Texte
  • ausgewählte Links auf externe Quellen

Ein Link zur Selbstreflexion soll Austellungsbesuchende anregen, ihre eigenen Schlussfolgerungen für einen Transfer in die Gegenwart zu ziehen.

PROJEKTGESCHICHTE

Die Universitätsgesellschaft - Freunde und Förderer der Universität Leipzig e.V. beteiligte sich 2019 an einer Ausschreibung der Sächsischen Staatskanzlei „Demokratie in Sachsen - Die Revolutionen von 1918 und 1989“. Für das eingereichte Ausstellungskonzept „Schule und Demokratie in Sachsen - Die Revolutionen von 1918 und 1989 und ihre Auswirkungen auf Leipziger Schulen" (Biskop & Liebers, 2019) erhielt sie einen Zuschlag. Die Projektidee sah vor, dass Studierende im Rahmen eines Projektseminars Ideen für Ausstellungskonzepte erarbeiten sollten.

Im Wintersemester 2019/2020 entwickelten die 27 Studierenden in einem begleitenden bildungswissenschaftlichen Seminar (Leitung: Prof. Dr. Katrin Liebers, Universität Leipzig) in fünf Arbeitsgruppen ihre Ausstellungskonzepte. Eine wichtige Basis für die studentischen Konzepte bildeten die im Seminar präsentierten Arbeiten von Elke Urban (vor dem Ruhestand Leiterin des Schulmuseums Leipzig) an ihrem Buch „Revolution und Schule in Leipzig“

Im Januar 2020 wurden die studentischen Ausstellungskonzepte fakultätsöffentlich vor einer Jury aus Vertretern der Uni Leipzig, der HTWK, dem VFF sowie OE-Grafik präsentiert. Dabei wurde aus den fünf vorgelegten ambitionierten Entwürfen ein Entwurf prämiert, der die Jury besonders überzeugte. Dieser sollte fortan als Orientierung für die Ausstellungskonzeption gelten.

Vor dem Hintergrund dieser Ideen wurden von Katrin Liebers und Elke Urban die Inhalte für Ausstellung erstellt und vom Designbüro Ö Grafik gestalterisch umgesetzt. Die ursprünglich für den Foyer- und Aufgangsbereich des Campusgebäudes in der Marschnerstraße geplante analoge Ausstellung wurde ab Sommer 2020 infolge der Abwägung brandschutzrechtlicher sowie denkmalpflegerischer und kustodischer Belange als digitale Ausstellung realisiert. Die Eröffnung erfolgte im November 2021.

Danksagung

Diese Ausstellung wurde mit der Unterstützung von zahlreichen Personen und Institutionen realisiert, denen unser besonderer Dank gilt:

COPYRIGHT

Die Ausstellungsinhalte sind von uns aus originalen Quellen sowie Sekundärquellen zusammengestellt worden. Zur Wahrung von Urheber-, Lizenz- und Persönlichkeitsrechten sind wir mit allergrößter Sorgfalt vorgegangen. Sollten im Ausnahmefall notwendige Informationen oder Rechte nicht ausreichend berücksichtigt sein, bitten wir um Information. Die Ausstellungstexte können zu nicht-kommerziellen Zwecken gemäß den üblichen Regeln des Quellenverweises genutzt werden. Als Autorinnen sind, soweit nichts anderes vermerkt, Katrin Liebers und Elke Urban (2021) anzugeben.

Bei allen Abbildungen sind Angaben zum Bildnachweis und zu Urhebern vorhanden. Die Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht weiterverwendet werden. Eine Genehmigung zur Weiterverwendung kann nur von den Rechteinhabern und Urhebern direkt eingeholt werden. Die Nutzung des abgebildeten Bildmaterials aus den privaten Beständen der Autorinnen Katrin Liebers & Elke Urban ist genehmigungspflichtig.

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