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ABC der Demokratiepädagogik

Anerkennung

„In der neuen Schule erfahre ich Anerkennung von meinen Mitschülerinnen und Mitschülern und auch meiner Lehrerin. Sie wertschätzen mich als Mensch, egal, ob ich Fehler mache oder Mist baue.“

www.degede.de/abc/anerkennung

Audit

„Wir haben den Kriterienkatalog auf unsere schulischen Belange umgeschrieben und können jetzt unsere demokratiepädagogische Qualitätsentwicklung selbst steuern und bewerten. Das schafft Arbeitszufriedenheit und bringt uns weiter.“

www.degede.de/abc/audit

Aushandlungsprozess

„Wir haben alle Meinungen gehört und lange miteinander verhandelt, so dass sich alle eingebunden fühlen und mitwirken.“

www.degede.de/abc/aushandlungsprozess

Beteiligung/Partizipation

„Seitdem wir im Unterricht gemeinsam an Entscheidungen beteiligt werden, macht der ganzen Klasse das Lernen wesentlich mehr Spaß und wir haben auch den Eindruck, dass sich unsere Leistungen verbessern.“

www.degede.de/abc/beteiligunug

Betzavta

„Demokratie – das sind wir! Wir haben es in der Hand, unser Miteinander in Freiheit kreativ zu gestalten! Demokratie ist eine Lebensform, für die wir selbst verantwort- lich sind!“

www.degede.de/abc/betzavta

Bürgerschaftliches Engagement

„Am meisten Spaß bringt es, wenn ich sehe, dass wir etwas bewirkt haben und sich wirklich etwas verändert hat.“

www.degede.de/abc/buergerschaftlichesengagement

Civic Education

„Durch Projekte nach dem Prinzip der Civic Education haben wir in unserer Schule einen Einblick erhalten, wie wir einen Beitrag leisten können, die Welt gerechter und friedlicher zu gestalten.“

www.degede.de/abc/civiceducation

Coaching

„Ein Demokratiepädagoge sollte sich einen Coach leisten, der ihn auf dem Weg zu einem exzellenten Demokratiepädagogen begleitet. Viele Pädagog*innen haben sich bereits auf den Weg gemacht.“

www.degede.de/abc/coaching

Deliberation

„Ich habe mich schon immer über diejenigen geärgert, die zwar schneller als ich waren, aber eigentlich gar nichts oder wenig zu den Lösungen beigetragen haben.“

www.degede.de/abc/deliberation

Demokratiepädagogik

„Der Begriff „Demokratiepädagogik“ bezeichnet Initiativen, Konzepte, Programme und Aktivitäten in Praxis und Wissenschaft, die das Ziel verfolgen, die Erziehung zur Demokratie zu fördern.“

www.degede.de/abc/demokratiepaedagogik

Demokratietage

„Demokratietage zeigen die gelebte Praxis von Demokratie als Lebens-, Gesellschafts- und Herrschaftsform in unseren Bundesländern in Bildungslandschaften.“

www.degede.de/abc/demokratietage

Diversität

„Seit wir uns mit Diversität an unserer Schule beschäftigen, nehmen wir besser wahr, wenn wir uns gegenseitig als ‚anders‘ und ‚normal‘ bezeichnen und lernen dadurch, besser mit Diskriminierungen umzugehen.“

www.degede.de/abc/diversität

Elternkooperation in der Schule der Einwanderungs­gesellschaft

„Die Eltern, die wir dringend für eine bessere Bildung benötigen, sind in der Schule nicht erreichbar!“

www.degede.de/abc/elternbeteiligung

Engagementförderung

„Erwachsene, die in ihrer Jugend ehrenamtlich tätig waren, verfügen über mehr Kompe- tenzen, sind stärker politisch interessiert, gesellschaftlich engagiert und schätzen sich beruflich erfolgreicher ein als die Vergleichsgruppe der früher NichtEngagierten. Wer als Jugendlicher gesellschaftliche Verantwortung übernimmt, tut dies mit großer Wahr- scheinlichkeit auch als Erwachsener. Personen, die in ihrer Jugend freiwillig engagiert waren, sind im Erwachsenenalter gesellschaftlich besser integriert als NichtEngagierte.

Darüber hinaus haben sie ein stärkeres politisches Interesse und beteiligen sich häufi- ger an politischen und sozialen Aktivitäten. Somit ist freiwilliges Engagement Heran- wachsender eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Zivilgesellschaft.“ (www.bildungsspiegel.de, 19.08.08)

www.degede.de/abc/engagementfoerderung

Feedback

„Sich selbst im Spiegel betrachten und anderen den Spiegel vorhalten, das bewegt etwas in unserer Schule.“

www.degede.de/abc/feedback

Ganztag

„Längere Öffnungszeiten, Mittagessen und Gruppenräume für die Nachmittagsbetreu- ung machen aus einer Schule längst noch keine gute Ganztagsschule. Ein grundsätzlich neues Verständnis von Lernen und Lehren ist gefragt.“

www.degede.de/abc/ganztag

Gewaltprävention

„Gewaltprävention arbeitet an den Grundlagen menschlichen Zusammenlebens. Sie darf sich nicht in einem ‚Gegen-Gewalt‘ erschöpfen, sondern muss positive Handlungs- und Lebensperspektiven eröffnen, die Gewalt überflüssig machen.“ (Gugel 2010)

www.degede.de/abc/gewaltpraevention

Inklusion

„Ausgrenzung ist gänzlich unnötig, egal, ob es dabei um Behinderungen oder um soziale Ausgrenzung bzw. Ausgrenzung von Migranten geht. Jeder Mensch ist gleich und dabei einzigartig.“

www.degede.de/abc/inklusion

Interkulturelle Bildung

„Die Wertschätzung von Vielfalt bedeutet, ohne Angst verschieden sein zu können.“ (Theodor W. Adorno)

www.degede.de/abc/interkulturellebildung

Just Community

„Wir wollen, dass alle Kinder Mut zu und Freude an sozialer und ökologischer Verant- wortung entwickeln. Verantwortung lernen und Engagement im Gemeinwesen sind zentrale Elemente unserer Lernkultur.“ (Evang. Schule Mitte, Berlin)

www.degede.de/abc/justcommunity

Kinderrechte

„Menschenrechte sind die wertemäßige Grundlage der Demokratie – ohne ihre Einhaltung ist ein demokratisches Zusammenleben nicht denkbar.“

www.degede.de/abc/kinderrechte

Klassenrat

„Endlich haben wir einen Ort, wo wir über Probleme nicht nur reden, sondern auch Lösungen finden können, aber auch über unser Lernen mit entscheiden können.“

www.degede.de/abc/klassenrat

Konfliktbearbeitung

„Konflikte sind Teil des menschlichen Zusammenlebens. Sie sind Ausdruck von un- terschiedlichen Interessen, Vorstellungen, Zugriffsmöglichkeiten auf Ressourcen und Teilhabe an Macht.“ (Gugel 2010)

www.degede.de/abc/konfliktbearbeitung

Kooperatives Lernen

„Wenn Kinder kooperativ arbeiten, lernen sie zu geben und erhalten Hilfe. Sie hören auf die Ideen von Anderen, sehen deren Perspektiven und lernen Differenzen und Probleme demokratisch zu lösen.“ (Gilles 2007)

www.degede.de/abc/kooperativeslernen

Lernen durch Engagement

„Ich habe es einfach selbst erfahren, dass ein Engagement im Stadtteil sich lohnt. Es bringt nicht nur den Menschen etwas, für dich ich mich engagiere, sondern ich lerne mehr als sonst für mich.“

www.degede.de/abc/lernendurchengagement

Lernkultur, demokratische

„Die Vielfalt der Lernmöglichkeiten und -räume ist genau so überzeugend, wie die Möglichkeiten, Lerninhalte und Leistungsbeurteilung mitzubestimmen. Kinder lernen mit sich und anderen gerechter und anerkennender umzugehen.“

www.degede.de/abc/lernkultur

Mediation

„Schön, dass es bei uns die Streitschlichter an der Schule gibt. So wissen wir wenigs- tens, wo wir hingehen können, falls es mal wieder einen dicken Streit bei uns gibt …“

www.degede.de/abc/mediation

Moralische Erziehung

„Moral ist dem Menschen nicht angeboren, er muß sie erwerben. Moral ist erlernbar und was für Pädagogik noch mehr zählt lehrbar.“ (Georg Lind)

www.degede.de/abc/moralischeerziehung

Nachhaltigkeit

„Unsere größte Herausforderung im 21. Jahrhunder ist es, die einstweilige noch abstrakte Idee einer nachhaltigen Entwicklung zur Realität für alle Menschen dieser Erde zu machen.“ (Kofi Annan)

www.degede.de/abc/nachhaltigkeit

Offener Unterricht

„Seitdem der Unterricht offen gestaltet wird, sind unsere Kinder motiviert und über- nehmen Verantwortung für ihr Lernen.“

www.degede.de/abc/offenerunterricht

Peer Education

„Auf Augenhöhe lernt es sich leichter! Lernen Kinder und Jugendliche mit- und voneinander, erschließen sie sich Fähigkeiten und Wissen besser.“

www.degede.de/abc/peereducation

Politische Bildung

„Politische Bildung ist so alt wie das Menschengeschlecht.“ (Kurt Gerhard Fischer)

www.degede.de/abc/politischebildung

Projektlernen

„Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen.“ (Josef Anton Bruckner)

www.degede.de/abc/projektlernen

Rituale

„Durch die Rituale in unserer Klasse fühlen wir uns wohl und geborgen und können angstfreier lernen.“

www.degede.de/abc/rituale

Schüler_innenparlament

„Wir wollen, dass unsere Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen. Entscheidun- gen, die wir als Lehrkräfte getroffen haben, sollen ihnen nicht einfach ‚übergestülpt‘ werden. Die Kinder sollen spüren, dass ihre Meinung wichtig ist. Egal, ob es um den Zeitplan auf dem Fußballplatz geht, ein Aquarium oder darum, wie auf dem Schulhof die Pflanzen gepflegt und geschützt werden. Das Schülerparlament redet und ent- scheidet immer mit. So lernen Kinder, wie Demokratie funktioniert und mehrheitlich gefasste Beschlüsse zu akzeptieren. Der Respekt vor dem Mitschüler_innen, selbst wenn er jünger ist oder eine andere Meinung vertritt, will gelernt sein. Wer Respekt erwartet, muss sich respektvoll verhalten.“ (Schulleiter der Astrid Lindgren Grundschule, Berlin)

www.degede.de/abc/schuelerparlament

Schulentwicklung, demokratische

„Man weiß nie, was daraus wird, wenn die Dinge verändert werden. Aber weiß man denn, was daraus wird, wenn sie nicht verändert werden?“ (Elias Canetti)

 www.degede.de/abc/schulentwicklung

Schulkultur, demokratische

„Wenn man eine Schule betritt und die ersten Kinder bzw. Lehrkräfte trifft, spürt man sofort den Geist der Schule und deren Schulkultur ...“ (Europäische Kommission 2007)

www.degede.de/abc/schulkultur

Selbstwirksamkeit

„Durch das Vertrauen und die Anerkennung, die mir entgegen gebracht wurde, fühlte ich mich geachtet, hatte dadurch mehr Selbstvertrauen und konnte schwierige Aufgaben lösen.“

www.degede.de/abc/selbstwirksamkeit

Soziales Lernen

„Soziale Kompetenzen umfassen „personelle, interpersonelle sowie interkulturelle Kompetenzen und betreffen alle Formen von Verhalten, die es Personen ermöglichen, in effizienter und konstruktiver Weise am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teil- zuhaben, insbesondere in zunehmend heterogenen Gesellschaften, und gegebenenfalls Konflikte zu lösen.“ (Europäische Kommission 2007)

www.degede.de/abc/sozialeslernen

UN­Kinderrechtskonvention

„Den Kindern weltweit eine Stimme geben!“

www.degede.de/abc/un-kinderrechtskonvention

Urteilsbildung

„Die Fähigkeit des Menschen, begründete Urteile zu treffen und sich davon leiten zu lassen, ermöglicht Freiheit des eigenen Denkens, gegenüber den eigenen Emotionen und in der eigenen Lebensgestaltung.“

www.degede.de/abc/urteilsbildung

Verantwortungsübernahme

„Und dann wurde gesagt, dass wir das selbst mal machen sollen und selbst verant- wortlich sind. Zuerst war ́s nicht einfach. Aber jetzt, wo unser Projekt steht und alles geklappt hat, ist das ein super Gefühl.“

www.degede.de/abc/verantwortungsuebernahme

Zivilcourage

„Kleine Schritte statt Heldentaten ... kann jeder tun, um Toleranz und Friedfertigkeit als wichtige demokratische Grundwerte in unserer Gesellschaft zu stärken.“

www.degede.de/abc/zivilcourage

Magdeburger Manifest

Im Rahmen der Halbzeitkonferenz des BLK-Programms „Demokratie lernen und leben“ wurde das „Magdeburger Manifest“ zur Demokratiepädagogik verabschiedet. Das Mani- fest entfaltet in 10 Punkten, warum demokratiepädagogische Aktivitäten in Deutschland engagiert vorangebracht werden müssen. Das Gründungsmanifest der Deutschen Gesell- schaft für Demokratiepädagogik wurde von den Gründungsmitgliedern der Gesellschaft unterzeichnet.

Magdeburg, den 26. Februar 2005

  1. Demokratie ist eine historische Errungenschaft. Sie ist kein Naturgesetz oder Zufall, sondern Ergebnis menschlichen Handelns und menschlicher Erziehung. Sie ist deshalb eine zentrale Aufgabe für Schule und Jugendbildung. Demokratie kann und muss gelernt werden: individuell und gesellschaftlich. Die Demokratie hat eine Schlüsselbe- deutung für die Verwirklichung der Menschenrechte. Die Entwicklung und die ständige Erneuerung demokratischer Verhältnisse bildet deshalb eine bleibende Aufgabe und Herausforderung für Staat, Gesellschaft und Erziehung.
  2. Die Erfahrung der Geschichte ebenso wie gegenwärtige Entwicklungen und Gefährdungen, insbesondere Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und An- tisemitismus, zeigen, dass die Demokratisierung von Staat und Verfassung nicht genügt, die Demokratie zu erhalten und mit Leben zu erfüllen. Dazu bedarf es vielmehr einer Verankerung der Demokratie nicht nur als Verfassungsanspruch und Regierungsform, sondern als Gesellschaftsform und als Lebensform.
  3. Demokratie als Gesellschaftsform bedeutet, sie als praktisch wirksamen Maß- stab für die Entwicklung und Gestaltung von zivilgesellschaftlichen Gemeinschaften, Verbänden und Institutionen zu achten, zur Geltung zu bringen und auch öffentlich zu vertreten.
  4. Demokratie als Lebensform bedeutet, ihre Prinzipien als Grundlage und Ziel für den menschlichen Umgang und das menschliche Handeln in die Praxis des geleb- ten Alltags hineinzutragen und in dieser Praxis immer wieder zu erneuern. Grundlage demokratischen Verhaltens sind die auf gegenseitiger Anerkennung beruhende Achtung und Solidarität zwischen Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Alter oder gesellschaftlichem Status.
  5. Politisch und pädagogisch beruht der demokratische Weg auf dem entschie- denen, und gemeinsam geteilten Willen, alle Betroffenen einzubeziehen (Inklusion und Partizipation), eine abwägende, gerechtigkeitsorientierte Entscheidungspraxis zu ermöglichen (Deliberation), Mittel zweckdienlich und sparsam einzusetzen (Effizienz), Öffentlichkeit herzustellen (Transparenz) und eine kritische Prüfung und Revision von Handeln und Institutionen mit Maßstäben von Recht und Moral zu sichern (Legitimität).
  6. Demokratie lernen und Demokratie leben gehören zusammen: In demokrati- schen Verhältnissen aufzuwachsen und respektvollen Umgang als selbstverständlich zu erfahren, bildet die vielleicht wichtigste Grundlage für die Herausbildung belastbarer demokratischer Einstellungen und Verhaltensgewohnheiten. Die Entwicklung demokra- tischer Handlungskompetenz erfordert darüber hinaus Wissen über Prinzipien und Regeln, über Fakten und Modelle sowie über Institutionen und historische Zusammenhänge.
  7. Demokratie lernen ist eine lebenslange Herausforderung; jede neue gesell- schaftliche und politische Situation kann auch neue Fähigkeiten und demokratische Lö- sungswege verlangen. Ganz besonders stellt Demokratie lernen aber ein grundlegendes Ziel für Schule und Jugendbildung dar. Das ergibt sich zuerst aus deren Aufgabe, Lernen und Entwicklung aller Heranwachsenden zu fördern. In welchem Verhältnis Einbezug und Ausgrenzung, Förderung und Auslese, Anerkennung und Demütigung, Transparenz und Verantwortung in der Schule zueinander stehen, ist mitentscheidend dafür, welche Einstellung Jugendliche zur Demokratie entwickeln und wie sinnvoll, selbstverständlich und nützlich ihnen eigenes Engagement erscheint.
  8. Demokratie wird erfahren durch Zugehörigkeit, Mitwirkung, Anerkennung und Verantwortung. Diese Erfahrung bildet eine wichtige Grundlage dafür, dass Alternati- ven zur Gewalt wahrgenommen und gewählt werden können und dass Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit (Selbstwirksamkeit) mit der Bereitschaft, sich für Aufgaben des Gemeinwesens einzusetzen, sich zusammen ausbilden können. Ebenso hängt von dieser Erfahrung die Fähigkeit ab, Zugehörigkeit zu anderen und Abgrenzung von an- deren als demokratische Grundsituation verstehen zu können und sie nicht mit blinder Gefolgschaft, mit der Abwertung anderer und mit Fremdenfeindlichkeit zu beantworten. Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit bei Jugendlichen sind weithin auch eine Folge fehlender Erfahrung von Zugehörigkeit, mangelnder Anerkennung und ungenügender Aufklärung.
  9. Der Anspruch, Demokratie lernen und Demokratie leben in der Schule mitein- ander zu verbinden, hat Konsequenzen für Ziele, Inhalte, Methoden und Umgangsfor- men in jedem Unterricht und für die Leistungsbewertung. Er impliziert die Bedeutung von Projektlernen als einer grundlegend demokratisch angelegten pädagogischen Großform, er schließt die Forderung ein, Mitwirkung und Teilhabe in den verschiedens- ten Formen und auf den verschiedensten Ebenen des Schullebens und der schulischen Gremien zu erproben und zu erweitern und verlangt die Anerkennung und Wertschät- zung von Aktivitäten und Leistungen, mit denen sich die Schüler- und Lehrerschaft über die Schule hinaus an Aufgaben und Problemen des Gemeinwesens beteiligen.
  10. Erziehung zur Demokratie und politische Bildung stellen für die Schule, besonders für Lehrerinnen und Lehrer, eine Aufgabe von zunehmender gesellschaftli- cher Wichtigkeit und Dringlichkeit dar. Alle staatlichen und zivilgesellschaftlichen Kräfte sind gefordert, pädagogische Anstrengungen auf diesem Feld zu unterstützen, mit aus- reichenden Mitteln zu versehen und ihre öffentliche Wahrnehmung zu stärken.